Was zieht man an?

Dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange, allerdings musste ich mir dazu erst mal genug nachdenken (und in gewisser Weise genug Selbstbewusstsein aufbauen), um darüber reden zu können und vor allem zufrieden darüber nachdenken zu können. Für viele hört sich das jetzt vielleicht lächerlich an, Klamotten, wofür braucht man da denn bitteschön Selbstbewusstsein?! Doch vor allem die, die wissen was Schule doch für ein wertender Ort ist, werden verstehen was ich meine. 

Wenn ich an meine Kindheit, vor allem an die Grundschule, zurückdenke, erinnere ich mich eigentlich gar nicht an Klamotten. Das war halt was, was mich im Winter warm gehalten hat und im Sommer dazu geführt hat, dass meine Haut nicht total verbrennt. Jetzt vor kurzem, fand ich ein altes Foto auf dem ich ein kunter-buntes Blumenkleid mit einem Tshirt darunter anhatte und dazu Gummistiefel. Das war vielleicht nicht das beste Outfit, aber ich habe mich darin wohl gefühlt oder einfach gar nicht drüber nachgedacht. Es wurde das angezogen was Mama rausgelegt hat und solange das passte, sah ich keinen Grund zum meckern. Genau diese Unbeschwertheit dieses Egal-Gefühl beim Thema Klamotten, im Allgemeine beim Thema Aussehen, ist etwas Wertvolles, was ich erst jetzt erkenne. Es gibt immer Kinder, die sich in solchen Gebieten schneller entwickeln und solche, die sich lange Zeit noch keine Sorgen darüber machen. In der siebten Klasse, also mit 13 Jahren fing ich an, mit hin und wieder selber ein Kleidungsstück rauszusuchen ( zB. eine heißgeliebte Jeansbluse, Hosenträger oder aber ein Cordkleid), zum Großteil lies ich meine Mutter aber immernoch die Entscheidungen für mich machen. Ungefähr ein Jahr später kam dann so ein Wandel und ich sah wie “ cool“ die beliebten Mädchen angezogen waren. Dies erweckte bei mir den Eindruck, dass Klamotten entscheiden wie toll man ist. Ich begann also Kleidung zu tragen, die gerade im Trend war und achtete auch mehr auf Marken. Erst mit 16 entwickelte ich meinen eigenen Stil, den ich schwer beschreiben kann. Ich kann allerdings nicht sagen, dass ich nur einen Stil trage ( wenn man das überhaupt sagen kann), sondern mag viele verschiedene Richtungen. Supergerne trage ich einfach nur eine lockere Jeans von meiner Mutter mit einem einfachen T-hirt, Top, Bluse oder Pulli. Auch einfache Kleider trage ich total gerne. Andererseits spiele ich gerne mit Klamotten, entwerfe einen androgynen oder wie meine Mutter gerne sagt “ unfemininen“ Look mit viel Spaß, weil es wie ein kleines Abenteuer ist, wenn man sieht wie unterschiedlich man mit den verschiedene Klamotten aussehen kann. Momentan trage ich gerne weite Leinenhosen mit Tops oder noch weiteren Blusen, was teils auch Temperatur bedingt ist. Aber wenn jetzt der Herbst beginnt, freue ich mich schon auf Rollis, weite Jeans, dicke pullis und lange bunte Socken.

Eine tolle Möglichkeit verschiedene neue Kleidungsteile zu finden, die mal etwas ganz Neues sind, ist Flohmarkt. Bei uns gibt es sehr häufig Flohmärkte und ich probiere mindestens einen Samstag im Monat mich morgens aufzuraffen und mich mit dickem Pulli und Leggins dazu eine große Tasche und noch zwei Jutebeuteln aufzuraffen und die nächsten drei Stunden mit Stöbern zu verbringen.                          Das Besondere an Flohmarkt ist die Tatsache, dass man nicht nur eine viel größere Chance hat, verschiedene Teile zu finden, die einen ansprechen, sondern man mit Menschen redet, die Geschichte hinter dem Kleidungsstück kennenlernt. Dabei spart man nicht nur eine Menge Geld, sondern unterstützt auch nicht aktiv die großen Firmen und Ketten. Seit ungefähr einem Jahr kaufe ich regelmäßig meine Kleidung auf dem Flohmarkt und mittlerweile stammen bestimmt 70 Prozent des Inhalt meines Schrankes entweder von dort, aus Second Hand Läden oder von Freunden und Familie, die ausgemistete Sachen abgaben. Meine Lieblingteile, die ich fast dauerhaft trage, stammen alle vom Flohmarkt und befinden sich alle im guten Zustand. Das wichtigste, was man leider schnell vergisst, Handeln. Egal ob ein Teil nur zwei Euro kostet, viele wollen es nur loswerden und gehen deswegen bereitwillig runter; und wenn nicht, bleibt es halt bei dem Preis; ich habe noch nie jemand erlebt, der es unverschämt findet, wenn man probiert Schnäppchen noch billiger zu machen. Meine Lieblingshose habe ich für 2,50€ erstanden, mein en schönsten langen Rock für 3€ und das schönste Hemd für 1,50€. Solange man sich Zeit nimmt und jeden Kleidungsstapel umwühlt, findet man tolle und preiswerte Teile, die man anderswo niemals gefunden hätte. Eine weitere Option für Second Hand neben dem Flohmarkt sind Läden, die Sachen zum guten Zweck verkaufen, zum Beispiel vom Roten Kreuz oder eigenen Organisationen, oft für Polen oder Bulgarien. Klar, ein Großteil der Sachen sind Ramsch, doch mit Glück und vor allem guten Willen, findet man Teile, denen man neukomibniert einen ganz neuen Look geben kann. 

Vor allem bei Basics, wenn man sie sich neu kaufen will, sollte man darauf achten, dass sie aus Baumwolle oder ähnlichen, hundert Prozent natürlichen Textilien sind und ganz wichtig Fair Trade. Das kann teuer werden, deswegen einfach mal Second Hand schauen, oft gibt es genau diese Basics in guter Qualität und gutem Zustand für eine kleinere Summe.

Genauso wichtig, Mut beim eigenen Stil zeigen, niemand wird einen dafür verurteilen und wenn doch, sollte man sich für die Meinung solcher Menschen, die jemanden nur nach dem Äußerlichen bewerten, garantiert nicht interessieren, richten oder bewerten lassen. Kleidung, mit ihrer Vielfalt und allen Möglichkeiten sich auszudrücken, ist ein Privileg und vor allem sollte sie eine Freude und kein Zwang oder Stress sein.

Also anziehen was die verrückte Ecke im Kopf sagt

Viel Glück wünscht Maggie 

Anprobieren auf dem Flohmarkt und Handy/Freunde als Spiegel benutzen
Praktisches Outfit zum Wandern im Hochsommer
Weiteres Anprobieren auf dem Flohsmarkt

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Veränderungen

Seit ungefähr einem Jahr verändert ich meine Haare relativ oft, was bei mir so allen zwei Monaten entspricht. Letzten Sommer bin ich aus einer relativ spontanen Laune heraus zum Friseur in Amerika gegangen. Es war ein kleiner Laden mitten im Niergendwo und die ältere, italienische Inhaberin hat erst mal 15 Minuten lang probiert mich davon zu überzeugen, meine Haare nicht abzuschneiden. Doch ich war es leid die langen Locken, sie gingen mir bis unter die Brust, jeden Morgen aufs neue zu entwirren. Also entstand ein Bob, jedoch eine eher längere Version. Ich fühlte mich irgendwie frischer, auch wenn sich das mehr nach einer Getränkewerbung anhört. Diesen Bob ließ ich dann bis Anfang 2017 immer mehr verkürzen, bis ich im Februar diesen Jahres mich dazu entschloss einen Pony zu schneiden. Viele sagten, dass ich damit immer alternativer aussehe und irgendwie gefiel mir dies. Anfang dieses Sommers wechselte ich dann auf einen Topfschnitt, zum ersten Mal was wirklich anderes. Doch bereits nach einem Monat würde daraus ein Pixie Schnitt, also wirklich kurze Haare. Jetzt, genau gesagt vor einer Woche, lies ich mir in Ruanda bei einem Friseur für umgerechnet drei Euro die Haare ungefähr auf einen Zentimeter abrasieren. 

Das ist wohl das Kürzeste und auch das Gewagteste an Frisuren, was ich jemals hatte. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich meine Kieferpartie zu breit für eine Kurzhaarfrisur fand, doch ich hab dazugelernt. Mittlerweile glaube ich, dass nicht die Gesichtsform die entscheidende Rolle spielt, sondern die eigene Einstellung zu der Frisur. Solange man hinter dem steht, was man auf dem Kopf hat und die Haare mit voller Überzeugung trägt, kaufen die Leute einem die Frisur ab. Sie sagen, dass sie zu einem passt, da sie sehen wie souverän man damit umgeht und somit auch aussieht. Und wenn es tatsächlich mal richtig Scheiße aussehen sollte, es sind im Endeffekt nur Haare. Haare wachsen nach und das ist eine ziemlich coole Sache, weil man sich dadurch ständig verändern kann. Und genau diesen Drang nach Veränderungen wollte ich hier eigentlich thematisieren. Ins diesem Fall halt zum Beispiel Haare. Bei mir zumindest ist es so, dass ich nach einer gewissen Zeit, die so zwischen 1-2 Monaten variiert, dem Drang habe äußerlich etwas an mir zu verändern und das geht am leichtesten mit Haaren, da Tattoos und Piercings ja doch eher langfristig sind. Es ist tatsächlich so, dass verschiedene Frisuren verschiedene Charakterzüge unterstreichen, so sieht man mit einem Pony meiner Meinung nach irgendwie interessanter aus. 

Also mein Rat, verändert die Haare, sobald ihr das Gefühl nach etwas Neuem habt, oder einfach aus einer Abenteuerlaune heraus mal etwas wagen wollt, von dem ihr denkt, dass es euch niemand zutraut. 

Hier ein Vergleich wie ich vor einer Woche und heute aussehe: 

Beim Friseur: 

Danach:

Viel Glück und Mut zur Veränderung (wirkt befreiend) wünscht Maggie 

Salatliebe

Die letzten drei Monate lang habe ich meine Ernährung ein bisschen umgestellt, bzw. ein neues Lieblingsgericht entdeckt. Salat! Hört sich simple an, ist aber ein echt guter Weg um seine Reste aus der Küche oder dem Garten zu verbrauchen oder aber einfach seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Früher habe ich zu den Leuten gehört, die bei den Worten „Salat zum Abendessen“ an klapperdürre Frauen gedacht habe, die täglich nichts anderes essen wollen. Doch so älter ich wurde, umso lieber aß ich Salat. Das erste mal machte es Klick bei mir als ich ungefähr zwölf Jahre alt war und bei meiner Großtante einen superleckeren Salat mit Granatapfelkernen und Sojabohenkeimlingen gegessen habe. Damals, tendenziell eher gegen jegliche Form von Salat eingestellt, war es für mich ein Wunder, dass Grünzeug so lecker schmecken konnte. Von da an gab es Salat immer häufiger, jedoch meistens nur als Beilage oder Vorspeise.
Meine jetzige Liebe zu Salat hat jedoch auch etwas mit der Menge zu tuen. Die Schüssel, die ich meistens benutze, ist normalerweise unsere Familienschüssel, die eine Mahlzeit für alle umfasst. Das ist einerseits praktisch weil es durch die Größe keine Sauerei durch rausfallende Teile beim Mischen gibt, andererseits macht, nach meinen Erfahrungen, erst eine größere Menge an Salat richtig satt.
Jetzt gerade, bei den wärmeren Temperaturen, werfe ich nicht so viel anderen Kram in die Schüssel rein, da vor allem Gurken und Tomaten das Ganze sehr frisch machen. Doch vor allem bei größerem Hunger oder kälteren Temperaturen, röste ich gerne Gemüse oder Tofu im Ofen und gebe das dann noch in den Salat dazu. Quinoa, Hirse, Couscous, Amaranth oder Reis gebe ich gerne dazu, wenn das Gericht nicht leicht sein soll. Zu den ganzen Extras kommen oftmals auch noch Kerne und Nüsse dazu.
Ein anderes Plus von so einem großen Salat ist die Zeit oder eher Ruhe, die ich mir fürs Essen nehme. Es kommt schon vor, dass ich über eine Stunde verteilt mein Abendessen zu mir nehme, da es ja nicht kalt werden kann. Als Basis benutze ich meist Romanasalat oder aber andere Sorten, die gerade in Saison sind. Genauso wechselhaft ist auch mein Dressing. Es variiert von einfachem Zitronensaft oder Essig, zu Kräuterdressings, oder aber wenn es cremiger sein soll: Dressings auf Erdnussmus- oder Tahinibasis, gemischt mit Senf, Sojasoße und manchmal auch noch etwas Ahornsirup.

Vielleicht konnte ich ja jemand davon überzeugen, dem Salat eine zweite Chance zu geben oder aber jemand freut sich genauso doll wie ich über dieses tolle Gemüse. Hauptsächlich wollte ich aber einfach mal meine Begeisterung äußern.

Hier mein Salat von heute Abend (etwas blass)
Romanasalat, Karotten, Paprika, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Gurke
Tofu mariniert in Tomatenmark und Sojasoße
Als Dressing Aceto Balsamico und die letzten Passionsfrüchte, die ich aus Ruanda mitgebracht habe

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Viel Glück wünscht Maggie

ich bin dann mal da

Hallihallo, ich bin Maggie.

Ich weiß, dass dies jetzt eindeutig nicht der kreativste Einstieg ist, aber ich saß jetzt schon so lange hier und wusste nicht wie ich beginnen sollte, dass ich dachte, der direkte Weg ist doch der einfachste.
Inspiriert einfach mal mit einem Blog anzufangen, wurde ich von meiner Freundin, die übrigens selber schreibt und mein kreativer Lieblingsmensch ist, hier mal ganz nebenbei ihr Blog (https://mmametsi.com/).

Meine Familie hat mich gefragt worüber ich denn schreiben will und um ganz ehrlich zu sein, kann ich das nicht wirklich sagen. Mir schwirren eine Menge verschiedener Gedanken im Kopf herum, von den ich mir vorstellen könnte, dass sie auch andere Personen interessieren könnten und so werde ich einfach beginnen.
Ich glaub das reicht auch schon als Einführung, ihr werdet schon sehen, wer ich bin.
Ein paar generelle Informationen sind hier noch, für alle die doch noch ein bisschen mehr wissen wollen.
Ich heiße eigentlich Malin, habe mich aber schon seit längerer Zeit dazu entschlossen, im Internet als Maggie aufzutreten, was genau genommen mein Drittname ist. Seit einem guten Jahr bin ich streng vegan und auch wenn es mir gar nicht so bewusst war, muss ich zugeben, dass mich diese Umstellung doch sehr verändert hat und ich von meinen beiden kleinen Schwestern nur noch Öko-Mensch genannt werde. Früher hätte ich das grausam gefunden, doch mittlerweile bin ich sogar fast schon ein bisschen stolz darauf. Die Natur macht mich immer glücklich, egal ob es Sonnenschein und bunte Blumen gibt oder ein gigantisches Gewitter (ok, ich gebe ja zu, bei dem ein oder anderem Wind, der den Regen in Gesicht und Nacken peitschen lässt, habe ich schon sehr laut geflucht). Ein großes Hobby von mir ist Kochen. Dabei kann ich total entspanne und außerdem macht es einfach Spaß, sich sein Essen selber zuzubereiten.

So das war’s jetzt!
Ganz viel Glück wünscht Maggie

PS: Meine Lieblingsfarbe ist gelb und zwar so richtig schön breites und warmes Sonnengelb.